22Sep/19

Die Privatsphäre unserer Kinder

Quelle: Dotcom-Blog Autor: gibro

Vor einigen Wochen schrieb ich über die Überwachung von Kindern, durch ihre Eltern, die damit weit über das Ziel normaler Verantwortung für ihre Kinder hinausschießen. Überwachung und Kontrolle, das sind Worte, die wir im Zusammenhang mit der Erziehung unserer Kinder ungern hören.

Im Gespräch mit Schüler_innen verschiedenster Jahrgangsstufen, wurde mir deutlich, wie unterschiedlich Privatsphäre gelebt wird. Und das meine ich nicht mit dem erhobenen Zeigefinger.

Viele Schüler_innen scheinen die Zugangsdaten zu ihren Social Media Accounts mit ihren besten Freund_innen zu teilen. Nun wissen wir, dass das Posten von Bildern nicht die vorrangige Nutzung der Dienste ist, sondern die inhärente Messengerfunktion. Die ist nicht öffentlich und dort entfalten sich die privaten Gespräche mit den angeschlossenen Followern/Freund_innen.

Diese Nutzungspraxis verhindert ein privates Gespräch, denn man weiss nie, wer von den BF (Best Friends) alles mitliest. Das ist ok, zumindest für die Kids. Privatsphäre proklamiert niemand. Wahrscheinlich weil die Kids gelernt haben, das eh mehr mitlesen, als nur der/die, mit der ich glaube gerade zu schreiben.

Auf die Frage, was passieren würde, wenn man mit der besten Freund_in Streit hat, bekomme ich die Antwort, “dann ändere ich das Passwort”.

Wenn jemand in einer Beziehung ist, ist das übrigens kein Grund, das Passwort zu ändern um zu verhindern, dass die BF’s mitlesen können.

Auf mich wirkt das sehr befremdlich und hat mit meinem Privatsphärenkonzept wenig zu tun. Ob es mit den Überwachungspraktiken der Eltern korreliert wäre interessant zu untersuchen.

Sicher ist aber, mit der kommenden Generation werden sich die angestammten Vorstellungen von Privatsphäre ändern, ob uns das gefällt oder nicht.

Was ist mit euch, berichten eure Kinder ähnliches oder handelt es sich vielleicht um ein lokales Phänomen?

20Sep/19

EdTech Made in Germany – verloren im Systemlabyrinth?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die EdTech-Szene in Deutschland ist klein: Nur 3,6 Prozent aller Startups sind im Bildungsbereich aktiv (Startup Monitor). Hier setzt der Beitrag an. Zuerst konstatiert Mike Raschke, dass es gerade im Hochschulbereich genügend Aufgaben gäbe, die nach innovativen Lösungen suchen. Dann fragt er nach den Gründen, die ein Zusammenkommen von Hochschulen und Startups hierzulande häufig verhindern. Am Ende konstatiert auch er: „Das deutsche Hochschulsystem funktioniert nach einer Logik, die jungen, agilen Start-ups konträr entgegensteht. Hochschulen und Start-ups sprechen nicht dieselbe Sprache, verstehen sich nicht.“

Was es deshalb braucht, so Mike Raschke: „spezifische Hilfestellungen in Form von Inkubationsprogrammen“. Es empfiehlt sich, parallel noch einmal die Beiträge von Ulrich Schmid (mmb) und Andreas Wittke (TH Lübeck) zum gleichen Thema zu lesen. Oder in das Dossier „EdTech“ des Hochschulforums hineinzuschauen.
Mike Raschke, Hochschulforum Digitalisierung, 19. September 2019

Bildquelle: Austin Distel (Unsplash)

20Sep/19

Was war, was ist, was wird? Trends im Lehren und Lernen in digitalen Zeiten

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Drei Tage Zukunft Personal in Köln liegen hinter mir. Da ich vor allem auf unserer Bühne, der Digital Learning Experience, aktiv war, kann ich zu den großen Strömungen und Trends der Messe bzw. des Faches wenig sagen. Die Impulse, die ich über unsere ReferentInnen auf der Bühne und über Gespräche auf den Gängen eingefangen habe, werde ich an späterer Stelle noch einmal eingehen. Hier aber schon einmal der Link auf die Unterlagen meines Beitrages, mit dem wir auch den Bereich Digital Learning Experience am letzten Tag abgeschlossen haben: vier kurze Nachrichten bzw. Beispiele und ein Überblick mit vier ausgewählten Herausforderungen.
Jochen Robes, SlideShare, 19. September 2019

20Sep/19

Corporate Learning Camp 2019: Lieber gemeinsam lernen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Momentan jagt ein Termin den anderen, so dass ich mit dem Berichten und Nachbereiten kaum hinterherkomme. So war ich letzte Woche natürlich auch auf dem Corporate Learning Camp in Koblenz (#CLC19KO) und habe viele vertraute Gesichter wieder getroffen und viele wertvolle Gespräche geführt. Aber für ein Resümee verweise ich lieber auf diesen schönen Beitrag von Sylvia Lipkowski. Sie bringt für Interessierte die Idee des Camps gut rüber, geht aber auch auf die Besonderheiten dieser zehnten Auflage ein. Wie zum Beispiel die „Assemblies“, die Gelegenheiten für einen längeren Austausch über einzelne Themen boten. Schließlich verweist sie auf ein Thema, das aus ihrer Sicht viele Teilgebende in Koblenz umgetrieben hat: die Suche nach einer neuen Lernkultur bzw. nach Wegen ihrer Umsetzung.

Viele weitere Informationen und Berichte zum bzw. über den #CLC19KO finden sich übrigens auf den Seiten der Corporate Learning Community.
Sylvia Lipkowski, managerSeminare/ Blog, 19. September 2019

Bildquelle: Sessionplan des #CLC19KO

19Sep/19

Mitmachen – Online-Umfrage von Lehrenden im Alphabetisierungs- und DaZ-Bereich

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Mit der Umfrage sollen Daten erhoben werden, um Angebote für Lehrkräfte weiterzuentwickeln und ihnen dadurch bei ihrer Kurs-/Unterrichtsvorbereitung zu helfen. Dabei werden u.a. folgende Aspekte untersucht: Wo beschaffen sich Lehrende Lehr- und Lernmaterialien? Werden für die Recherche eher Online-Quellen oder vorwiegend Printmedien genutzt? Wie werden Lernmaterialien für den Unterricht aufbereitet? Wie gelingt die Qualitätskontrolle?

19Sep/19

Call for Poster Presentations and Speakers: Open Science Conference 2020

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Der Leibniz Forschungsverbund Open Science lädt vom 11. bis 12. März 2020 zur jährlichen Open Science Konferenz nach Berlin ein. Die Veranstaltung widmet sich der Open Science Bewegung und stellt ein einzigartiges Austauschforum zur Verfügung, um die neuesten und zukünftigen Entwicklungen von Open Science zu diskutieren. Dazu werden noch Beiträge in Form von Poster Präsentationen und Vorträgen gesucht. Die Abstracts in englischer Sprache können noch bis 11. Oktober 2019 eingereicht werden.

18Sep/19

Top 200 Tools for Learning 2019

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In der 13. Auflage gibt es Jane Hart’s jährlichen Überblick jetzt schon! Wer sich mit dem Thema „Bildungs- und Lerntechnologien“ auseinandersetzt, findet hier wie immer viele Impulse. Über die Jahre ist ja die Zusammenstellung selbst gewachsen. Jane Hart listet jetzt 200 Tools auf und teilt diese noch einmal in drei Kategorien ein:
„- Top 100 Tools for Personal & Professional Learning (PPL100) – the digital tools used by individuals for their own self-improvement, learning and development
– Top 100 Tools for Workplace Learning (WPL100) – the digital tools used to design, deliver, enable and/or support learning in the workplace.
– Top 100 Tools for Higher Education (EDU100) – the digital tools used by educators and students in colleges and universities.“

Im Moment gibt es nur die „nackten“ Listen. Wie schon in den letzten Jahren findet sich ein ausgewiesenes Lernwerkzeug bzw. Lernangebot mit LinkedIn Learning erst auf Platz 13. Und Microsoft Teams hat auf den ersten Plätzen den größten Sprung nach vorne getan (um 16. Plätze von 27 auf 11). Weitere und konkretere Lesehilfen von Jane Hart werden sicher in den nächsten Tagen folgen.
Jane Hart, Top Tools for Learning, 18. September 2019

Bildquelle: Jane Hart

18Sep/19

Initiative Future of Work gestartet

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Zum Start der Zukunft Personal Europe haben die Unternehmen spring Messe Management, Haufe, Design Offices, Detecon, IBM und TriCAT die Initiative „Future of Work“ gestartet. Ziel der Initiative ist es, „praxisnahe Handlungsanweisungen mit einem realistischen Blick auf die Arbeitswelt von morgen zu entwickeln“.

Auch wenn der Start etwas holprig war („Zukunft Personal: Twitter-Häme für Initiative Future of Work“) und man sich fragen mag, ob New Work noch eine Initiative braucht: die zum Start der Initiative vorgelegten „10 Thesen zur Zukunft der Arbeit“ sind interessant, weil sie die „Lernende Organisation“ in den Mittelpunkt stellen. Folgende Thesen unterstreichen diese Ausrichtung unmittelbar, andere zahlen mittelbar darauf ein:

2. Fördern Sie die digitale Employability ihrer Mitarbeiter!
3. Verankern Sie das Lernen in der Unternehmenskultur!
4. Schaffen Sie eine Arbeitgebermarke, die lebenslanges Lernen beinhaltet!
Christoph Pause, Haufe, 17. September 2019

Bildquelle: Hannah Wei (Unsplash)