11Jul/24

Symposium zu generativer KI an Hochschulen

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Das Thema „KI & Hochschulen“ nimmt an Fahrt auf. In einem Symposium („Zugänge zu generativer KI schaffen – Lösungen zur technischen Bereitstellung an Hochschulen“), das am 1. Juli 2024 an der FernUniversität in Hagen stattfand, stand vor allem ein datenschutzkonformer und chancengerechter Zugang im Mittelpunkt der Diskussion. Dazu wurden unter anderem auch vier konkrete Einsatzszenarien und Bereitstellungswege präsentiert und diskutiert.

Unterschiedliche Open-Source-Lösungswege, visualisiert im Vortrag von KI:edu.nrw

Eine Erkenntnis, die wiederholt hochgehalten wurde: „Ohne Kooperation und hochschulübergreifende Zusammenarbeit wird die Bereitstellung generativer KI nicht funktionieren.“
Christina Lüdeke, FernUniversität in Hagen, 3. Juli 2024

10Jul/24

Künstliche Intelligenz: Wo stehen die deutschen Hochschulen?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„Es passiert schon einiges an deutschen Hochschulen“, heißt es im aktuellen HFD-Blickpunkt. Um zu dieser Schlussfolgerung zu gelangen, wurden im Wintersemester 2023/24 Hochschulleitungen, Mitarbeitende aus Supporteinrichtungen sowie Lehrende und Studierende aus ausgewählten Fachrichtungen befragt. Die Ergebnisse zur KI wurden auf 28 Seiten zusammengefasst und bieten einen Vorgeschmack auf den zweiten Monitor Digitalisierung 360°, der im Herbst 2024 erscheint und den aktuellen Stand der Digitalisierung an deutschen Hochschulen untersucht.

Der HFD-Blickpunkt zum Thema KI umfasst die Befragungsergebnisse sowie Takeaways und Handlungsempfehlungen. Die Kernergebnisse:

„- Deutsche Hochschulen sind insgesamt auf einem “guten Weg” in Richtung Implementierung von KI in die Lehre.
– Hochschulleitungen sind sensibilisiert für KI und bereiten Maßnahmen zum Einsatz von KI in Studium und Lehre vor.
– Gut die Hälfte der Lehrenden und Studierenden nutzt KI-Tools.“

Ich habe dann noch etwas geblättert. Im Fokus der KI-Diskussion stehen natürlich die Auswirkungen der KI auf die bestehende Prüfungspraxis. Interessant fand ich den Hinweis, dass bereits 30 Prozent der Hochschulen Lizenzen für KI-Tools erworben haben. Das sind mehr, als ich vermutet hätte.

„Ist die Rede vom Zugang oder der Bereitstellung von KI-Systemen durch die Hochschule, kann dies ganz Unterschiedliches bedeuten. Darunter fallen Optionen, die von der Anschaffung von KI-Tool-Lizenzen kommerzieller Anbieter, über die KI-Interaktion durch hochschuleigene Benutzerinterfaces oder die Nutzbarmachung von Open-Source-KI, bis hin zur Bereitstellung eigens entwickelter KI-Tools reichen.

Was wir wissen: Rund die Hälfte der Studierenden nutzt KI-Tools in ihrem Studium. 30 % der Hochschulleitungen geben an, Lizenzen für KI-Tools erworben zu haben. Eine umfassende hochschulinterne Bereitstellung von Lizenzen scheint nur ausschnitthaft gegeben zu sein.“
Jannica Budde, Jens Tobor und Julius Friedrich, Hochschulforum Digitalisierung, 27. Juni 2024

09Jul/24

Lektüre gesucht? Aktuelle Publikationen zur digitalen Hochschullehre

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Der Einsatz von KI-Tools in Studium und Lehre ist ein zentrales Thema an den Hochschulen. Aber wie viele Studierende und Lehrende nutzen KI-Tools überhaupt? Und welchen Nutzen sehen sie darin? Umfassende Daten zu diesen und vielen weiteren Fragen bieten u. a. zwei aktuell erschienene Publikationen, die wir Ihnen in unseren Lesetipps für den Sommer 2024 vorstellen möchten. Außerdem mit dabei: Zwei neue Themenhefte zur TURN Conference 2023 und der Sammelband „Digitale Kulturen der Lehre entwickeln“.

08Jul/24

𝗣𝗿𝗼𝗺𝗽𝘁𝘀 𝗳𝗼𝗿 𝗟𝗲𝗮𝗿𝗻𝗶𝗻𝗴

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

In den Kommentaren zu diesem Beitrag schreibt Thomas Tillmann an einer Stelle, dass es weniger darum geht, die KI als Wissensquelle zu nutzen, sondern dass mir mit der KI rund um die Uhr ein Dialogpartner (Assistent, Coach) zur Verfügung steht, den ich gezielt für meine Aufgaben einspannen kann. Das erfordert etwas Übung und Vorbereitung, je nachdem, wie weit ich ganze Workflows abbilden oder automatisieren möchte. Auf diesem Weg hilft die hier vorliegende Prompt-Sammlung:

„Die „𝗣𝗿𝗼𝗺𝗽𝘁𝘀 𝗳𝗼𝗿 𝗟𝗲𝗮𝗿𝗻𝗶𝗻𝗴“ sind eine Sammlung von 20 Prompt-Vorlagen, um das eigene Lernen entlang von 20 Stationen eines idealtypischen Lernprozessen zu unterstützen. Sie lassen sich für jedes Thema / Lernziel anpassen.“
Thomas Tillmann, LinkedIn, 5. Juli 2024

06Jul/24

State of AI L&D

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die Bildungsexpert:innen von Lernhacks haben 25 Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum gebeten, über ihren Einsatz von KI und ihre Pläne Auskunft zu geben. Die Ergebnisse sind nicht überraschend, ergänzen aber die Übersicht, die Donald H Taylor im April veröffentlicht hat („AI in L&D: From Talk to Action“).

Der Fokus der Lernhacks-Studie lag auf der Frage: „Wie können wir die Möglichkeiten von KI in die Arbeit von L&D einbeziehen, um effizienter und erfolgreicher unseren L&D-Auftrag in der Organisation zu erfüllen?“ Dabei wurden 17 Nutzungsszenarien vorgegeben.

Gegenwärtig, so die Ergebnisse, unterstützen KI-Tools vor allem bei der Produktion und Übersetzung von Lern-Content. Auch KI-Bots als Lernassistenten scheint es hier und da bereits zu geben. Gefragt, woran die Teilnehmer heute arbeiten, werden daneben auch KI-basierte und kontext-sensitive Vorschläge zu individuell sinnvollen Lernangeboten genannt. Und beim Blick nach vorn („What we expect to add the most value in the future (next 3 years)“ werden aufgeführt: a) individuelle, KI-basierte und kontext-sensitive Lernvorschläge, b) KI-unterstützte Produktion von Lern-Content und c) KI-unterstützte Analyse von L&D-Daten.

In der abschließenden Einordnung dieser Ergebnisse heißt es vorsichtig: „KI wird aktuell bislang noch eher
opportunistisch innerhalb von L&D-Abteilungen genutzt. … Die aktuellen und zeitnah möglich erscheinenden Einsatzfelder sind noch immer sehr davon geprägt, „mehr vom Gleichen“ zu liefern, und dies noch schnell und günstiger. Sprich: Lern-Contents einfach und zügig zu generieren bzw. zu übersetzen.“
Lernhacks, Juli 2024 (pdf)

05Jul/24

Video: Lokal installierte KI-Tools – Datenschutz und mehr

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Wer beim Arbeiten mit KI-Tools die Kontrolle über seine Daten behalten will, ist auf Programme angewiesen, die sich lokal installieren und offline nutzen lassen. Die Redaktion CONEDU hat sich die Mühe gemacht, einige solcher Anwendungen zu testen und in Video & Text über ihre Erfahrungen berichtet. Folgende Szenarien wurden untersucht: das lokalen Chatten, das Generieren von Bildern, das Verbessern von Bildauflösungen sowie das Chatten mit PDFs. Die Ergebnisse waren zufriedenstellend, reichten aber nicht an Cloud-basierte Lösungen heran. Und sie hingen stark von der Ausstattung der verwendeten Endgeräte ab. Aber die Redaktion ist optimistisch und setzt auf den „Trend Richtung lokaler KI“:

„Aber bereits jetzt zeigt sich, dass der Trend Richtung lokale KI geht. Big-Tech-Konzerne kommen den technischen Anforderungen immer stärker entgegen. Unternehmen wie Apple und Microsoft haben bereits angekündigt, dass KI in Betriebssysteme integriert und kommende Produkte mit lokalen KI-Funktionen ausgestattet sein werden.“
Gunter Schüßler, Redaktion/CONEDU, erwachsenenbildung.at, 5. Juli 2024

05Jul/24

Perspektivwechsel in der Bildung: KI als Schlüssel zu einer inklusiven und flexiblen Lernumgebung

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Beitrag bildet die Zusammenfassung einer Online-Session mit Christiane Carstensen zum Thema „GenAI am Arbeitsplatz – Chancen und Herausforderungen in der Erwachsenenbildung“. Ein zentraler Diskussionspunkt der Zusammenfassung bzw. der Online-Session bildeten Veränderungen auf dem Bildungsmarkt, die mit der Verbreitung und Nutzung von KI-Tools einhergehen könnten: „Anstelle eines dominanten Bildungsanbietermarktes, in dem Institutionen und Lehrende den Zugang zu Wissen steuern, könnte ein „lernendenzentrierter Markt” entstehen“, heißt es warnend. „Die Gefahr besteht, dass Lernende die klassischen Bildungsangebote umgehen und direkt auf KI-gestützte Ressourcen zugreifen.“

Meine Einschätzung: Dass einzelne Zielgruppen die klassischen Bildungsangebote umgehen, ist auch schon heute Realität, wenn wir nur an die zahlreichen offenen wie kommerziellen Bildungsangebote im Netz denken. Ich könnte mir eher vorstellen, dass mit der KI-Entwicklung ganz neue Anbieter mit neuen Services auf dem Bildungsmarkt auftauchen werden. Von daher macht es sicher Sinn, wenn sich Bildungsanbieter intensiv mit den aktuellen Entwicklungen beschäftigen.

„Insgesamt zeigte die Diskussion, dass ein großer Bedarf an Austausch und Weiterbildung zum Thema KI in der Erwachsenenbildung besteht. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass es nicht ausreicht, KI nur oberflächlich in bestehende Strukturen zu integrieren, sondern dass ein grundlegender Perspektivwechsel und eine Neuausrichtung der Bildungsangebote notwendig sind.“
Nicole Bauch, FROLLEINFLOW, 4. Juli 2024

04Jul/24

An Introduction to Open Educational Resources and Their Implementation in Higher Education Worldwide

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Der Artikel (15 S.) ist eine schnörkellose Einführung in das Thema „Open Educational Resources (OER) in der Hochschullehre“: „The article discusses the OER movement, its milestones, and its integration into educational practice. It also presents arguments for OER: they enable free access to education, improve teaching practice, diminish legal issues, and foster open science.“ Es wird auch nicht versäumt, das Thema einzuordnen (open education, open science) und darauf hinzuweisen, dass auch nach 20 Jahren „the topic of OER has still not gained conceptual integration into educational practice and political strategies“.


Javiera Atenas u.a., Weizenbaum Journal of the Digital Society, 3. Juli 2024